Felgen – Das müssen Sie wissen

Unter einer Felge versteht man, vereinfacht gesagt, das Rad eines Fahrzeuges ohne den Reifen. Die Felgen tragen das Rad des Autos und beschreiben eigentlich nur den äußeren Ring des Rades, der durch den Radkranz an dem Radflansch angebunden ist. Heutzutage werden Felgen für den PKW meist aus einem Stück gefertigt, sodass Felgen synonym für das gesamte Rad ohne Reifen stehen.

Lediglich bei Spezial-LKW, Schleppern und im Motorsport werden Felgen noch aus mehreren Teilen gefertigt, die mit Schrauben zusammen gehalten werden.

Obwohl es viele Materialien für Felgen gibt, ist die Form bei PKWs immer die gleiche: Man verwendet sogenannte Tiefbettfelgen, die für die Montage schlauchloser Reifen, wie sie beim PKW vorgeschrieben sind, von Vorteil sind.

Felgen sollen den Reifen ohne Luftverlust bei jedem Fahrzeugzustand an seinem Sitz halten. Felgen tragen, zusammen mit den Reifen, die gesamte Last des Fahrzeugs und beeinflussen die Federung und das Fahrverhalten. Zudem macht das Felgendesign etwa ¼ des aerodynamischen Widerstandes eines Fahrzeuges aus. Dadurch beeinflusst die Wahl der Felgen auch den Kraftstoffverbrauch (v.a. bei hohen Geschwindigkeiten) und damit auch auf den CO2-Ausstoß. Die Felge beeinflusst auch das Gesamtgewicht des Wagens und trägt maßgeblich zur Straßenlage bei. Die Felgen definieren das gesamte Fahrverhalten des Fahrzeuges. Qualitativ hochwertige Felgen wirken sich daher positiv auf zahlreiche Aspekte des Fahrverhaltens aus.

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Im Allgemeinen werden Felgen für PKW hauptsächlich aus zwei Materialien hergestellt: Aus gewalztem Stahl und gegossenem Leichtmetall. Während Felgen aus Stahl meist robuster und weniger anfällig für Korrosion sind, sind Felgen aus Aluminium meist leichter und im Design ansprechender. Aufgrund der Robustheit werden Stahlfelgen meist für Winterreifen verwendet, während Alufelgen bei sportlichen und höherpreisigen Wägen und für Sommerreifen verwendet werden. Felgen aus anderen Materialien, beispielsweise Carbon oder Magnesium werden aufgrund ihrer teuren und aufwändigen Herstellung nur selten bei normalen PKWs verwendet.

Wie Sie sehen, gibt es viele Punkte, die bei der Auswahl der passenden Felge für Ihr Auto beachtet werden müssen. Felgen sollen nicht nur schick aussehen, sondern müssen auch einiges aushalten können: Immerhin tragen Sie die Last des Fahrzeugs, müssen Seiten-, Abtriebs-, und Bremskräften standhalten und sind Reibungs- und Bremswärme ausgesetzt. Nicht zu vergessen sind auch gesetzliche Bestimmungen für die Felgen bestimmter PKWs, sowie die Vorschriften der Hersteller. Wir werden nun im Folgenden die verschiedenen Felgentypen genauer betrachten damit Sie sich einen besseren Überblick verschaffen können.

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Felgen-ABC

Alu-Felgen, auch Leichtmetallfelgen genannt, sind die beliebtesten Felgen auf dem Markt. Dies hat den Grund, dass sie im Gegensatz zu Felgen aus Stahl optisch einen besseren Eindruck machen. Der Kunde hat die Auswahl zwischen verschiedenen Ausführungen, die das Aussehen des Autos beeinflussen.

So können diese beispielsweise auch mit Pulver beschichtet werden, um auf individuelle Wünsche des Kunden einzugehen. Alu-Felgen bieten aufgrund ihres geringen Gewichts verbesserte Fahrleistungen und verringern die ungefederte Masse des Fahrzeugs. Dies wirkt sich günstig auf den Fahrkomfort und das allgemeine Fahrverhalten des Autos aus.

Leichtmetallfelgen gehören vor allem bei Fahrzeugen von Herstellern im Premiumbereich, aber auch immer mehr bei Sondermodellen von günstigeren Anbietern zur Grundausstattung. Sie werden in den häufigsten Fällen aus Aluminium-, seltener aus Magnesium-Legierungen gefertigt und sind mit einer Speziallackierung in verschiedenen Farbvarianten erhältlich.

Die Herstellung der Felgen erfolgt entweder durch Gießen, Schmieden oder Fräsen. Geschmiedete Felgen sind sehr teuer und werden seltener auf dem Markt angeboten, doch eine geschmiedete Alu-Felge ist sehr beständig und hat eine hohe Festigkeit. Geschmiedete Alu-Felgen finden sich meist an hochpreisigen Oberklasse-Fahrzeugen. Beim Gießen wird das flüssige Metall der Alu-Felge in eine spezielle Form gepresst und ausgehärtet. Die dritte Herstellungsart ist das Fräsen mit Hilfe eines Lasers aus einem großen Leichtmetall Block. Fräsen und Gießen sind die beliebtesten und preisgünstigsten Vorgehensweisen, um Alu-Felgen herzustellen.

Viele Sommerräder bestehen aus Aluminium, da diese leichter sind. Allerdings gibt es auch diverse Nachteile: Wer häufig auf unbefestigten Wegen fährt oder in schneereichen Gegenden lebt, ist mit Alu-Felgen nicht gut beraten. Streusalz, Schotter und Steine schaden den Leichtmetallfelgen und führen zu Kratzern in der Klarlackschicht. So kann durch Eintritt von Flüssigkeit die Felge korrodieren und instabil werden. So beschädigte Felgen lassen sich nur schwer wieder reparieren, teilweise ist es gar nicht mehr möglich, vor allem, wenn sie nur aus einem Teil bestehen. Deshalb bestehen die meisten Winterräder heutzutage immer noch aus Stahl, es gibt jedoch bereits spezielle, robustere Alufelgen für den Gebrauch im Winter. Diese sind jedoch teurer als herkömmliche Winterräder aus Stahl.

Stahlfelgen haben gegenüber den beliebten Leichtmetallfelgen den Vorteil, dass sie deutlich stabiler sind und weniger anfällig für Korrosion und Dellen sind. Sie kommen vor allem in der Personen- und Lastenbeförderungsindustrie zum Einsatz. Des Weiteren haben viele preisgünstige Kleinwagen ebenfalls Felgen aus Stahl, da diese in der Herstellung deutlich günstiger sind als Felgen aus Aluminium. Winterräder bestehen fast immer aus Stahl, da diese sehr robust gegenüber Matsch, Schotter, Schnee und Streusalz sind. Deshalb sind Felgen aus Stahl auch bei Geländewagen unerlässlich. Felgen aus Stahl rosten zwar optisch, dieser Rost ist jedoch nur oberflächlich, lässt sich leichter wieder reparieren und die Felgen sind deutlich beständiger gegen Korrosion als Aluminium-Felgen.

Aufgrund von Entwicklungen in der Autoindustrie in den vergangenen Jahren sind die physikalischen Unterschiede zwischen Alu- und Stahlfelgen immer kleiner geworden. Das Argument bezüglich des geringeren Gewichts von Leichtmetallfelgen spielt keine so große Rolle mehr wie früher. Viele qualitativ hochwertige Felgen aus Stahl können es vom Fahrkomfort mit Felgen aus Aluminium aufnehmen.

Ein weiterer Vorteil von Felgen aus Stahl ist die einfache Verfügbarkeit von Ersatzteilen sowie das leichtere Reparieren von Schäden. Des Weiteren liegen die Preise für Felgen aus Stahl deutlich unter denen von Aluminiumfelgen und sind bei Kleinwagen bereits für unter 50€ zu haben. Wenn Sie nicht zu großen Wert auf das Aussehen Ihres PKWs legen und Geld sparen wollen, sind Felgen aus Stahl eine gute Wahl. Mit Radkappen in den verschiedensten Ausführungen können Sie die optisch wenig ansprechenden Felgen ein wenig aufhübschen. In den USA gibt es bereits den Trend, Felgen aus Stahl zu verchromen, was optisch eine ganze Menge ausmacht, in Deutschland sind solche nur für einen hohen Aufpreis erhältlich. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Felge selbst zu lackieren oder zu folieren.

Felgen aus Stahl werden bei Autos aus gewalztem Stahl hergestellt, nur bei LKWs sind sie noch, wie in früheren Zeiten, aus Gusseisen. Die meisten Felgen aus Stahl bestehen aus zwei Teilen: Dem Scheibenrad und der Radscheibe, die an den Innenseiten durch Schweißpunkte miteinander verbunden werden. Dadurch wird das Verziehen der Stahlfelge verhindert. Beim punktuellen Schweißen ist die Temperatur niedriger als beim Schweißen durchgehender Nähte.

Eine geschmiedete Felge kann aufgrund der höheren Festigkeit des Materials um einiges leichter als ein gegossenes Rad mit demselben Durchmesser sein. Die Struktur des Rades wird im Fertigungsprozess nicht unterbrochen und das Material ist dank dieser Art der Verformung in hohem Maße kaltverfestigt. Dadurch unterscheiden sich geschweißte Felgen von diesen hochwertigen Produkten.

Geschmiedete Felgen werden vor allem bei hochwertigen Sportwagen und in der Tuning-Szene verwendet, da Sie optisch eine ganze Menge hermachen, aber aufgrund der aufwendigen Herstellung auch ihren Preis haben. Gegenüber herkömmlichen Leichtmetallfelgen haben geschmiedete Felgen den Vorteil, dass sie aufgrund ihrer Herstellungsweise deutlich stabiler und auch besser gegen äußere Einflüsse wie Feuchtigkeit, Schlamm oder Schotter geschützt sind. Außerdem haben sie ein geringes Eigengewicht, was sich positiv auf die Aerodynamik und das Fahrverhalten auswirkt. Auch der Kraftstoffverbrauch und der Schadstoffausstoß werden so reduziert. Deshalb sind sie bei Sportwagen meist die erste Wahl, da sie ein sportlicheres Fahrverhalten ermöglichen. Ein Nachteil der Schmiedefelgen ist dagegen, dass diese vom Design her schlichter gehalten sind als andere Felgen. Im preislichen Bereich liegen Schmiedefelgen aufgrund der aufwändigen Herstellung höher als andere Felgen.

Im Gegensatz zu den klassischen Guß-Felgen werden die Schmiedefelgen aus Aluminium in bestimmte Formen gegossen, die in Form der fertigen Felge entsprechen. Bei Schmiedefelgen wird zunächst ein Rohling aus einer speziellen Legierung gegossen. Danach werden die Guß-Felgen mit einer hydraulischen Presse in die gewünschte Form gebracht. Sie werden also nicht mit einem Amboss von Hand geschmiedet, wie der Name vielleicht vermuten lässt.

Des Weiteren muss man auch Felgen aus einem Guss von mehrteiligen Felgen unterscheiden. Einteilige Leichtmetallfelgen sind, wie der Name schon sagt, aus einem einzigen Stück Metall gefertigt. Mehrteilige Felgen bestehen hingegen aus Felgenbett und Radscheibe, die geschraubt oder verschweißt werden. Mehrteilige Felgen bieten einige Vorteile gegenüber „normalen“ Felgen.

Die dreiteiligen Felgen, die im Übrigen auch Trilex Felgen heißen, werden rotationssymmetrisch gefertigt. Diese Art der Fertigung bewirkt eine gleichmäßige Materialverteilung. So werden Unwuchten im Vergleich zu anderen Fertigungstypen reduziert und die Felge, sowie das Rad laufen runder. Dies macht sich ganz besonders bei höheren Geschwindigkeiten bemerkbar, weshalb Trilex Felgen bei Sportwagen sehr beliebt sind.

Die Eignung der Felgen für hohe Geschwindigkeiten wird durch optimierte Fertigungsprozesse noch weiter verstärkt. Die hohe Verdichtung des Materials ermöglicht eine dünnere Wandstärke und somit eine erhebliche Gewichtseinsparung mit allen bereits genannten Vorteilen.

Der nächste große Vorteil von dreiteiligen Felgen liegt in den erweiterten Montagemöglichkeiten, die diese Art von Felge bietet. Die Einpresstiefe sowie die Breitentiefe sind sehr flexibel einstellbar. Dadurch kann das Rad perfekt dem Fahrzeug angepasst werden. Weiterhin lassen sich dreiteilige Felgen besser warten und reparieren, wodurch diese seltener komplett erneuert werden müssen.

Immer wieder hört man von den sogenannten Magnesium Felgen. Doch was genau ist eine Magnesium Felge und welche Vor- und Nachteile bietet sie? Neue Fertigungsverfahren erlauben eine wirtschaftliche Herstellung von Magnesium Felgen. Mit Magnesium gefertigte Felgen verfügen über eine extrem hohe Stabilität bei einem minimalen Gewicht. Felgen aus Magnesium sind somit um bis zu 30% leichter als vergleichbare Aluminium oder Stahl Felgen. Diese geringe ungefederte Masse am Fahrzeug führt zu einer deutlich besseren Fahrdynamik.

Das geringe Gewicht führt auch zu einem niedrigen Kraftstoffverbrauch und reduziert damit auch den Schadstoffausstoß des Fahrzeuges. E-Automobile profitieren von einer deutlich größeren Reichweite.

Magnesiumfelgen sind vor allem für Rennwagen interessant. Die Wärmekapazität von Magnesium liegt höher als die von Stahl oder Aluminium. Dadurch erfolgt der Temperaturanstieg beim Reifen langsamer als bei anderen Materialien. Dies ist bei Rennen an heißen Tagen ein klarer Vorteil. Auf der anderen Seite sind Alufelgen natürlich bei kaltem Wetter die bessere Wahl, da der Reifen schneller auf Temperatur kommt. Magnesium ist darüber hinaus feuchteempfindlich und somit bei Regen eher ungeeignet für Rennen. Auch ist Magnesium spröde. Das bedeutet Vorsicht beim Anziehen der Muttern und bei gewagten Fahrmanövern.

An Rennsportfelgen werden natürlich ganz andere Anforderungen gestellt, als an  „normale“ Felgen. Bei hohen Geschwindigkeiten erhitzen sich Reifen und Felge stärker als im normalen Straßenverkehr. Zudem muss die Felge auf den Reifen abgestimmt sein. Da Rennreifen eine andere Gummimischung als „normale“ Reifen aufweisen, ändern sich auch hier die Anforderungen an die Felge.

Im Rennbereich werden oft Carbon und Magnesium Felgen verwendet. Denn das Gewicht spielt eine große Rolle im Rennsport. Ein geringeres Gewicht bedeutet aber auch wiederum andere Fahreigenschaften. Rennsportfelgen bedürfen darüber hinaus einer Zulassung für den normalen Straßenverkehr. Lassen Sie sich bei Rennsportfelgen daher am besten von einem Fachmann beraten. Hierzu können Sie auch gerne uns kontaktieren.

Sogenannte Chrom-Alufelgen, die statt einer Lackierung eine hoch glänzende Oberfläche durch Galvanisierung erhalten, erfreuen sich insbesondere in der Tuning-Szene größerer Beliebtheit. Wir werden Ihnen an dieser Stelle die Vor- und Nachteile der Chromfelgen erläutern.

Eine herausstechende Eigenschaft von Chromfelgen ist deren hoher Glanzgrad. Genau wie Felgen aus Aluminium oder Magnesium zählen Sie zur Klasse der Leichtmetallfelgen. Chromfelgen sind im Gegensatz zu Alu Felgen nicht poliert oder lackiert. Chromfelgen werden galvanisiert. Man könnte also vereinfacht sagen: Chromfelgen sind Alufelgen mit einer dünnen Chrombeschichtung.

Die Vorteile der verchromten Felgen

Wie bereits erwähnt, verfügen Chromfelgen über einen hohen Glanzgrad. Weiterhin sind die Chromfelgen, verglichen mit lackierten Felgen sehr widerstandsfähig. Die Chromschicht schützt optimal gegen heißen Bremsstaub, der einer Lackoberfläche schnell zusetzen kann. Sie profitieren also von einer erhöhten Lebensdauer der Felgen.

Die Nachteile von verchromten Felgen

Allerdings sorgt die harte Chromschicht auch für eine höhere Stoßempfindlichkeit der Räder. Dies macht die Felge anfälliger für Zusammenstöße mit Bordsteinkanten oder mit Führungsschienen in Waschstraßen.

Passen Sie bitte bei der Reinigung der Chromfelgen besonders auf. Sie können bei dieser Art von Felge nicht die gebräuchlichen Reiniger für Alufelgen benutzen. Darin sind meist Schleifmittel enthalten, die die Chromoberfläche zerstören können. Vermeiden Sie also Reinigungsmittel mit abrasiven Inhaltsstoffen oder Scheuermitteln. Die Chromfelgen lassen sich entweder mit warmem Wasser und Spülmittel oder mit spezieller Chrompolitur reinigen.

Oft kommt die Frage auf, ob die Chromfelgen beim TÜV eingetragen werden müssen. Die Antwort ist: Es spielt keine Rolle, ob Sie Alufelgen, Stahlfelgen, Magnesiumfelgen oder Chromfelgen verwenden. Dem TÜV ist nur wichtig, dass die Größe der Felgen für das Auto zugelassen ist. Wenn Sie also Ihre Felgen verchromen lassen möchten, dann können Sie das bedenkenlos tun. Sorgen Sie nur dafür, dass eine galvanische Verchromung vorgenommen wird. Viele Anbieter bieten Verchromungen mit einer SLC Beschichtung an. Dies ist aber keine durch galvanisierte Verchromung, sondern fällt unter Pulverbeschichtung und ist qualitativ nicht so hochwertig wie das galvanische Verfahren.

Normalerweise werden Felgen im Leichtmetallbereich bei der Herstellung mit einer matten, silbrigen Schicht Lack sowie einer Schicht Klarlack überzogen. Dies findet meistens im Pulverbeschichtungsverfahren statt. Manchmal geschieht dies auch mit einer dunkleren Lackierung in der Farbe des Fahrzeuges. Doch Autoliebhaber wissen: Der Look der Felgen wirkt sich auf den Look des kompletten Autos aus. Daher ist es eine beliebte Möglichkeit, die Felgen selbst zu lackieren.

Die einfachste Möglichkeit ist hier der Gang zum Fachmann. Mit dieser Methode landen Sie aber schnell bei 100€ bis 150€ Kosten pro Felge. Deutlich günstiger ist es hier, die Felgen einfach selbst zu lackieren. Die Anschaffungskosten für das Equipment liegen bei unter 100€.

Die folgenden Schritte sind bei Chromfelgen nicht zu empfehlen. Hier sollten die Oberflächen vom Fachmann behandelt werden. Im ersten Schritt sollten Sie die Felge säubern. Entfernen Sie Schmutz und Rost. Dann rauen Sie die ganze Felge nass mit Schleifpapier auf. Trocknen Sie dann die Felge und reinigen Sie sie mit einem Silikonentferner. Wischen Sie die Felge dann nochmals mit einem Staubbindetuch ab. Tragen Sie dann die Grundierung auf und lassen Sie diese trocknen. Schleifen Sie danach die Felge abermals nass ab, trocknen und reinigen Sie sie mit dem Silikonentferner und dem Staubbindetuch. Tragen Sie dann die Lackierung auf.

Vergessen Sie bei allen Arbeitsschritten nicht für ausreichenden Arbeitsschutz zu sorgen. Schutzbrille und Atemschutzmaske sind hier Pflicht. Alternativ zur Lackierung können Felgen auch einfach foliert werden. Bei Chromfelgen handelt es sich um Alufelgen, die mit einer Schicht aus Chrom überzogen wurden. Hier muss ein Fachmann zu Rate gezogen werden, denn das Aufrauen der Chromschicht erfordert oft den Einsatz von Säure. Am einfachsten ist es hier, die Felgen einfach ganz neu verchromen zu lassen. Hier ist die sicherste Methode die Galvanisierung.

Eine günstigere Alternative ist die SLC (Surface like Chrome) Beschichtung, die ähnlich einer Pulverbeschichtung funktioniert. Allerdings ist das Ergebnis nicht unbedingt so hochwertig wie bei einer echten Chrombeschichtung. Eine Hochglanzverdichtung ist die dritte Möglichkeit, um abgeschlagenen Chromfelgen wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Dabei verändert sich allerdings die Oberfläche stark und die Felge muss erneut vom TÜV zugelassen werden.

Jeder Autobesitzer hat es schon einmal in Betracht gezogen, gebrauchte Fahrzeugteile zu erwerben. Der günstige Preis ist immer verlockend. Gerade bei Felgen sind viele Fahrzeugbesitzer versucht, gebrauchte Felgen zu erwerben. Die Argumentation ist, dass Felgen massive Bauteile sind, bei denen Schäden rein optischer Natur sind. Doch hier ist Vorsicht geboten. Bereits minimale Schäden am Material können die Felge so stark beschädigen, dass diese nicht mehr für den Gebrauch im Straßenverkehr geeignet ist. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf von gebrauchten Felgen achten müssen.

Generell können Sie gebrauchte Felgen bei zertifizierten Händlern oder im privaten Markt erwerben. Felgen aus dem Privatsektor sind meist billiger. Allerdings erhalten Sie meistens keine Garantien oder Gewährleistungen von Privatpersonen. Daher macht der Kauf beim gewerblichen Händler in der Regel mehr Sinn. Aber auch hier gilt es, die Ware vor dem Kauf genau zu inspizieren.

Optischer Eindruck

Unser erster Tipp mag tatsächlich etwas paradox klingen, aber seien Sie aufmerksam bei Felgen die „zu neu“ aussehen. Felgen werden im normalen Verkehr immer leicht beschädigt. Stahlfelgen rosten, Leichtmetallfelgen sind Opfer von Korrosion, die Witterung setzt den Felgen zu und kleine Zusammenstöße mit dem Bordstein hinterlassen kleine Dellen und Kratzer.

Untersuchen Sie die Felgen darum genau auf Schäden und Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche. Es ist, wie gesagt, ganz normal, dass Felgen Gebrauchsspuren aufweisen. Sehen die Felgen dagegen schon fast fabrikneu aus, ist Vorsicht geboten. Dies kann ein Anzeichen dafür sein, dass versucht wurde, gravierende Mängel zu vertuschen. Denn mit Hilfe von speziellen Reparaturkits für Felgen kann man leicht auch mittelschwere Schäden verbergen. Es kann also sein, dass gerade optisch neuwertig aussehende Felgen irreparable Haarrisse aufweisen, die später zu einem Bruch der Felge führen können. Seien Sie auch bei Pulverbeschichtungen vorsichtig. Diese kaschieren die Felgen so gut, dass Schäden nicht mehr ersichtlich sind. Bei gebrauchten Felgen raten wir grundsätzlich vom Erwerb pulverbeschichteter Felgen ab. Denken Sie immer daran, dass eine beschädigte Felge, die bei 120 Stundenkilometern auf der Autobahn bricht, Sie und andere Verkehrsteilnehmer das Leben kosten kann.

Montage

Passen Sie auch bei der Montage der Felgen auf. Nicht jede Felge ist für jedes Auto geeignet. Es gibt vorgeschriebene Dimensionen, die eine Felge für ein Fahrzeug haben darf. Darüber hinaus muss auch der Lochkreis zum Fahrzeug passen. Felgen können mit drei, vier, fünf, sechs oder acht Schrauben befestigt werden. Falls Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie sich lieber einmal mehr beraten als einmal zu wenig. Wir unterstützen Sie natürlich auch bei der Auswahl der passenden Felgen für Ihr Auto. Kontaktieren Sie uns einfach und lassen Sie sich beraten.

Felgengröße beim Radwechsel

Achten Sie beim Radwechsel unbedingt auf die passende Felgengröße. Denn die Felgengröße ist ein entscheidender Faktor bei der Anschaffung eines neuen Felgensatzes. Um die Größe der Felge korrekt zu ermitteln, sind primär zwei Faktoren entscheidend: Die Felgenbreite, auch „Maulweite“ genannt und der Felgendurchmesser.

Der innere Abstand zwischen den Felgenhörnen bezeichnet die Felgenbreite. Der Durchmesser hingegen entspricht dem Innendurchmesser des Pneus.

Die Felgen unterscheiden sich weiterhin hinsichtlich Ihrer Einpresstiefe, dem Felgenhorn, sowie dem Felgenbett, der Radnabenbohrung, dem Lochkreis und natürlich auch der Lochanzahl.

Sie können die Angaben zur Größe der Felge direkt auf der Felge selbst finden. Diese sind in den meisten Fällen auf der Innenseite der Speiche oder im Bereich des Lochkreises eingestanzt. Für Sie relevant sind die ersten beiden Nummern, die die Felgengröße und den Durchmesser der Felgen in Zoll angeben. Eine Nummer, die beispielsweise lautet: 8J x 16 xx xx xx xx xxxx hat eine Felgenbreite von 8 Zoll und einen Durchmesser von 16 Zoll. Auch in Ihren Fahrzeugpapieren können Sie den korrekten Felgendurchmesser finden. Weiterhin können Sie die Information zur korrekten Felgengröße auch auf der Reifenflanke finden.

Tipp: Die korrekte Felgengröße für Ihr Auto

Um die korrekte Felgengröße für Ihr Auto zu ermitteln, werfen Sie einen Blick in die Bedienungsanleitung. Darüber hinaus können Sie bei Ihrem Fahrzeughersteller das Konformitätszertifikat anfordern. Darin finden Sie die notwendigen Informationen zur Felgengröße. Falls Sie eine andere Felgengröße nutzen möchten, müssen Sie sich bei Ihrem Fahrzeughersteller oder bei einem Experten im Fachhandel informieren. Es gibt online diverse Konfiguratoren für Felgen, die sie theoretisch auch nutzen könnten. Allerdings sind die Ergebnisse, die Sie erhalten nicht immer verbindlich und genau für Ihre Konfiguration passend. Beim Kauf neuer Felgen sollte die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) mit enthalten sein. Ist dies nicht der Fall, muss eine Abnahme durch den TÜV erfolgen.

Die Felgengröße und die Fahreigenschaften des Fahrzeugs

Sie müssen sich im Klaren darüber sein, dass sich mit steigender Größe der Felgen die Breite und der Durchmesser mit erhöhen. Dadurch verringert sich allerdings die Höhe der Flanken der Reifen. Dies kommt dadurch zustande, dass nun weniger Luft in den Reifen passt. Dadurch werden Federung und Dämpfung reduziert. Der Fahrkomfort leidet und Ihr Auto wird für Spurrillen anfälliger. Auf der anderen Seite profitieren Sie dank eines größeren Felgen Durchmessers von einer größeren Lenkpräzision. Darüber hinaus besteht nun mehr Raum für größere Bremsscheiben was wiederum zu mehr Sicherheit führt. Sie profitieren damit von einem kürzeren Bremsweg.

Letzten Endes müssen Felgen und Reifen ganz genau aufeinander abgestimmt sein. Beachten Sie auch spezielle Zulassungsvoraussetzungen für bestimmte Felgentypen für bestimmte Fahrzeuge. Bei Unsicherheiten sollten Sie unbedingt Rücksprache mit dem TÜV, einem Fachhändler oder Ihrem Fahrzeughersteller halten. Sie können natürlich auch unsere Experten für eine unverbindliche Beratung kontaktieren.

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Das Gewicht der Felgen

Je geringer das Gewicht der Felgen, desto mehr Kraftstoff sparen Sie. Dabei haben Alufelgen ein geringeres Gewicht als Stahlfelgen. Felgen für Rennwagen aus Magnesium oder Carbon haben sogar noch weniger Gewicht. Weniger Gewicht bedeutet bei einem Fahrzeug auch immer weniger Verbrauch und Schadstoffausstoß.

Ein geringeres Gewicht bei den Felgen bedeutet auch eine geringere ungefederte Masse am Auto. Je geringer die ungefederte Masse, desto besser ist das Fahrverhalten des Fahrzeuges. Sie profitieren von einer besseren Straßenlage und Bodenhaftung sowie von einem kürzeren Bremsweg. Am wichtigsten ist, dass die gewählten Felgen für Reifen und Fahrzeug zugelassen sind. Im Zweifelsfall beraten wir Sie hierzu auch gerne.

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Die Lagerung der Felgen

Sie können Felgen mit und ohne den Reifen entweder stehend übereinander gestapelt lagern oder hierfür einen Felgenständer verwenden. Der Vorteil eines Felgenständers liegt darin, dass die Lagerung automatisch quasi fachgerecht erfolgen kann und die Felgen und Reifen vor Schmutz und Schadstoffen, die sich in der Umgebung befinden, gelagert werden können. Achten Sie bei der Montage und Demontage der Felgen auch auf den Kantenschutz. Ein Kantenschutz ist für ein paar Euro zu erwerben und Sie vermeiden damit einfach Beschädigungen, die während Montage, Demontage und Lagerung entstehen.

Welche Rolle spielen Felgen bei der Bremskühlung?

Bei Sportfahrzeugen ist die Belastung für die Bremsen natürlich besonders hoch. Darum achten die Konstrukteure darauf, ca. 30% Freifläche für eine optimale Bremskühlung zu verbauen. Je größer die Felgen sind, desto größer ist die entstehende Freifläche und umso größere Bremsen können montiert werden. Dies wirkt sich positiv auf die gesamte Fahrdynamik und die Sicherheitsaspekte aus.

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Felgenreparatur

Felgen sind harten Belastungen ausgesetzt. Durch den fast direkten Kontakt zur Straße können Bordsteine, Streusalz, Splitt und die Witterung den Felgen hart zusetzen. Eine Beschädigung der Lackierung führt schnell zu Korrosion und Rost. Aber welche Reparaturen können Sie problemlos selbst vornehmen, welche sollten Sie lieber dem Fachmann überlassen und wann ist eine Felge gänzlich unbrauchbar?

Felgen selbst reparieren

Natürlich ist der erste Gedanke, der einem kommt meist, die Felge selbst zu reparieren. Dazu müssen Sie allerdings wissen, welche Art von Schäden noch in MacGyver Manier selbst zu behandeln sind, ab wann ein Fachmann zu Rate gezogen werden muss und ab wann eine Felge nicht mehr zu retten ist und erneuert werden muss. Man teilt Beschädigungen bei Felgen in der Regel in vier verschiedene Kategorien ein: Beulen, Risse, Kratzer und Korrosionsschäden.

Bei Beulen in der Felge sollten Sie grundsätzlich einen Fachmann zu Rate ziehen. Die ausgebeulte Stelle ist strukturell stark geschwächt und es drohen Risse und Brüche der Felge. Die Felge selbst auszubeulen, ist nicht empfehlenswert. Sie greifen damit in das Materialgefüge der Felge ein und können als Laie nicht beurteilen, ob die Felge bereits irreparabel geschädigt ist. Ähnlich verhält es sich bei Rissen und Ausbrüchen. Wir empfehlen nicht, die Felge selbst zu schweißen. Kratzer und Korrosionsschäden sind die beiden Kategorien, in denen Sie selbst Hand anlegen können. Alle strukturellen Schäden sollten Sie unbedingt von einem Fachmann prüfen lassen.

Professionelle Felgenreparatur

Für eine fachmännische Felgenreparatur können Sie Ihr Auto entweder in die Werkstatt geben oder einen Felgendoktor anfordern, der die Schäden vor Ort beseitigt. Diese Dienstleister sind geeignet, um kleine Dellen, Kratzer, Lackschäden, Korrosionsschäden und Verschmutzungen zu behandeln. Dazu wird die Felge meist poliert, geschliffen, grundiert und lackiert (oder pulverbeschichtet) und verrundet. Die Kosten hierfür sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Lassen Sie sich in jedem Fall einen umfangreichen Kostenvoranschlag erstellen, bevor Sie sich entscheiden.

Wann muss die Felge getauscht werden?

Aber selbst ein Fachmann stößt irgendwann an seine Grenzen. Bei schwerwiegenden strukturellen Schäden an der Felge, großen Rissen, die nicht geschweißt werden können, und bei Beulen bleibt nur eine Entsorgung der Felge und eine Neuanschaffung. Bei Chromfelgen sind Schnell-Reparaturverfahren nicht zulässig. Hier muss eine Neu Verchromung stattfinden. Im Zweifelsfall sollten Sie eine Fachwerkstatt aufsuchen und lieber einen neuen Satz Felgen kaufen. Ein Haarriss, der bei 120 Stundenkilometern auf der Autobahn zu einem Felgenbruch führen kann, endet nicht selten für Sie und andere Verkehrsteilnehmer tödlich.

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Worauf Sie beim Kauf Ihrer Felgen achten müssen

Sie haben nun einen fundierten Überblick über die verschiedenen Felgentypen erhalten. Sie wissen, was die Unterschiede zwischen Alufelgen und Felgen aus Stahl sind. Sie wissen, welche Auswirkungen auf das Fahrverhalten verschiedene Felgentypen haben und Sie wissen, worauf Sie bei der Felgenreparatur achten müssen. Sie haben weiterhin gelernt, worauf es beim Kauf einer gebrauchten Felge ankommt. Weiterhin sollten Sie nun ein Grundverständnis dafür haben, wie Sie mit Schäden an der Felge umzugehen haben.

Wenn Sie sich neue Felgen kaufen, achten Sie unbedingt, gerade bei preisgünstigen Modellen, auf eine hohe Korrosionsbeständigkeit. Gerade im Winter können die Witterung, Salz und Split zu Schäden am Lack führen. Gerade für diesen Fall gibt es spezielle Alufelgen für den Winter. Diese verfügen im Vergleich zu den Standardmodellen über eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber Stoßeinwirkungen und Ihr Lack weist eine hohe Kratzfestigkeit auf.

Letzten Endes sollten Sie beim Kauf einer neuen Felge darauf achten, die für Ihr Fahrzeug passenden Typen zu verwenden. Bei Unsicherheit können Sie sich gerne von uns beraten lassen.

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